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Geistliches Tagesthema vom 2. Juni 2026
Wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt. So ist heute im Losungsheft zu lesen.
Mich fasziniert dieser Satz, obwohl ich ihn nicht wirklich verstehe. Er klingt vordergründig wie eine Binsenweisheit: Natürlich muss es Gott geben, wenn man an ihn glauben will. Andererseits sehe ich, dass viele Menschen nicht an Gott glauben, obwohl sie seine Existenz für möglich oder sogar wahrscheinlich halten. Also reicht die pure Existenz nicht aus.
Wie kann der Mensch seine Ängste überwinden und den Schritt zu Gott wagen? Es ist ja wirklich nicht leicht, auf jemanden zuzugehen, den man nicht sieht. Am leichtesten gelingt es wohl aus der Erinnerung, dass Gott den Schritt zum Menschen hin längst getan hat. Die eigene Existenz ist dabei wohl der stärkste Beleg für Gottes Liebe.
Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
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